Deponiegas

Bei der Ablagerung des Mülls auf Deponien entsteht durch verschiedene Abbau- und Umsetzungsprozesse Deponiegas, welches hauptsächlich aus Methan und Kohlendioxid besteht. Neben diesen Hauptbestandteilen sind Spurenstoffe im Deponiegas enthalten, die toxische und kanzerogene Wirkungen haben können.

Ohne Gaserfassungssysteme emittieren diese klimaschädlichen Gase über die Deponieoberfläche in die Luft. Die systematische Erfassung und Nutzung von Deponiegas leistet daher einen mehrfachen Beitrag zur Minderung der Umweltbelastungen, da u.a. konventionelle Brennstoffe substituiert werden.

Seit der Einführung des Ablagerungsverbotes für Abfall mit einem hohen Anteil an organisch gebundenen Kohlenstoff in Österreich im Jahr 2004 (Umsetzung der Deponieverordnung) ist die Gasbildung aus dem neu deponierten Abfall stark rückläufig.

Entstehung und Gewinnung

In einer Deponie entstehen durch die Ablagerung von Siedlungsabfällen Gase aus den darin enthaltenen organischen Substanzen. Durch biochemische Prozesse werden die organischen Abfälle unter aeroben (mit Luft) und anaeroben Bedingungen (unter Luftabschluss) umgesetzt.

Es muss eine gezielte Gasableitung in Kombination mit einer Oberflächenabdichtung) errichtet werden, so dass Restemissionen gering sind. Das Gasfassungssystem besteht aus den Kollektoren, Gassammelleitungen, Verdichtern, der Gassammelstelle, der Analysestation und Gastransportleitungen.

Nutzung

Um das auf einer Deponie entstehende Deponiegas einer sicheren und umweltfreundlichen Entsorgung zuzuführen, ist es sinnvoll, insbesondere auch aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten, das Gas energetisch zu nutzen.

Eine Deponie gast ca. 20 Jahre aus, d.h. über diesen Zeitraum ist eine energetische Nutzung des Deponiegases möglich.

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