Bioethanol

„Als Bioethanol bezeichnet man Ethanol, das ausschließlich aus Biomasse oder den biologisch abbaubaren Anteilen von Abfällen hergestellt wurde und für die Verwendung als Biokraftstoff bestimmt ist. Wird das Ethanol aus pflanzlichen Abfällen, Holz, Stroh oder ganzen Pflanzen hergestellt, bezeichnet man es auch als Cellulose-Ethanol oder Bioethanol der 2. Generation.

Um die Glucose für die Ethanolproduktion zu gewinnen, muss der Rohstoff je nach Art aufbereitet werden:

– Stärkehaltige Rohstoffe wie Getreide werden vermahlen. Durch enzymatische Zerlegung wird in der Verflüssigung/Verzuckerung die Stärke in Zucker umgewandelt.

– Zuckerhaltige Rohstoffe wie Melasse können direkt fermentiert werden.

– Cellulosehaltige Rohstoffe wie Stroh müssen ebenfalls durch Säuren und Enzyme aufgespalten werden.

Das Produkt der Rohmaterialaufbereitung ist eine zuckerhaltige Maische, die in der Fermentation mit Hefe (Saccharomyces cerevisiae) versetzt wird. Es entsteht eine alkoholische Maische mit etwa 12 % Ethanolgehalt. Diese wird in der Destillation/Rektifikation bis zu einer Konzentration von 94,6 % zu so genanntem Rohalkohol gereinigt. In der Entwässerung wird daher der verbliebene Wasseranteil von rund 5 % entfernt. Das Endprodukt hat meist eine Reinheit von über 99,95 %.

Ethanol kann als Kraftstoffbeimischung in Mineralölderivaten für Ottomotoren (Ethanol-Kraftstoff), als reines Ethanol (E100) oder zusammen mit anderen Alkoholen (z. B. Methanol) als Biokraftstoff verwendet werden.“

zitiert von: Seite „Bioethanol“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 3. September 2014, 14:33 UTC. URL: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Bioethanol&oldid=133696889 (Abgerufen: 12. September 2014, 07:34 UTC)

EnviCare® Engineering GmbH konnte bereits alle behördlichen Genehmigungen für die Errichtung einer Bioethanolanlage erwirken, deren Verfahrensstufen nachstehend kurz beschrieben werden. Diese Anlage zur Produktion von etwa 500.000 l/a Bioethanol ergänzt den Stoff- und Energiehaushalt einer konventionellen 500 kW Biogasanlage insoferne optimal als nicht nur die Abwärme des BHKWs sondern auch die Schlempe der Bioethanolanlage sinnvoll zur Gänze verwertet werden können.

 

In der Bioethanolanlage werden die landwirtschaftlichen Rohstoffe Mais- und Weizenkörner verarbeitet während die Restpflanze in der Biogasanlage vergoren wird.

Der Rohstoff Getreide oder Mais wird zunächst vermahlen und dann in den Maischebehälter gepumpt.

Im Anmaischbehälter wird bei einer bestimmten Temperatur eine Eiweißrast gehalten, zugleich beginnt der enzymatische Angriff auf die Stärke.

Im Fermenter wird anschließend die Maische mit der Hefe vermischt. Der Gärtank wird gekühlt um die Temperatur bei der Vergärung zu kontrollieren.

Nach einer bestimmten Gärzeit ist die Maische fertigt, der Alkoholgehalt liegt im Bereich von ca. 10 – 12 Vol%.

Die Destillation besteht aus Maischekolonne, Verstärkerkolonne und Dephlegmator.

Die Aufgabe der Maischekolonne ist es, den Alkohol auszutreiben und dampfförmig in die direkt aufgesetzte Rektifizierkolonne zur weiteren Aufkonzentrierung einzuspeisen.

Mit der Sumpfpumpe wird die Maische bzw. der Kolonnensumpf ständig umgepumpt und erhitzt. Im Akkumulator wird das Fuselöl ausgeschieden und anschließend im Fuselölabscheider getrennt. Darüber ist der Dephlegmator aufgesetzt, in dem die warme vergorene Maische aus dem Fermenter im Gegenstrom geführt und hier vorgewärmt wird. Im Gegenzug wird der Alkohol bis ca. 94 %Vol. verstärkt und dabei abgekühlt.

Der fertige Rohalkohol wird im Wärmetauscher kondensiert und läuft in den Ethanoltank.

Die von Alkohol abgereicherte Maische (Schlempe) wird der Biogasanlage zugeführt.

=>  Bioethanolerzeugung mit Verwertung der Schlempe in einer Biogasanlage

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