Heizung & Kühlung

Zahlreiche industrielle und gewerbliche Betriebe in Österreich verfügen über hohe, nicht genutzte Abwärmepotentiale, welche wegen ihrer Temperaturniveaus häufig nicht genutzt werden. Eine fachgerechte Erhebung und Bewertung der Abwärmepotenziale legt die Basis für eine wirtschaftliche Einbindung von industriellen Abwärmequellen in innerbetriebliche, aber auch kommunale Wärmeversorgungssysteme. Die Nutzung der industriellen Abwärme erhöht nicht nur die energetische Effizienz des Betriebs, sie reduziert auch den Einsatz von nicht erneuerbaren Energieträgern, senkt die Betriebskosten und ist daher äußerst klimarelevant.

Anhand einer Abfallbehandlungsanlage zur Sammlung, Zwischenlagerung und Behandlung von Abfällen, betrieblichen Abwässern und kontaminiertem Erdreich wird hier beispielhaft das Optimierungspotenzial dargelegt.

Nachdem das Heizdampfsystem, die Verdampferanlage und andere wesentliche Anlagenkomponenten energetisch exakt beschrieben und die Heiß- und Kühlwasserbilanz aufgestellt worden ist, erfolgt die Analyse und Bewertung. Als Resümee ist in diesem Fall festzuhalten, dass die Kesselanlage in energetischer Hinsicht für den Wirbelgutverdampfer gut dimensioniert ist.

Die Wärmeausbeute könnte durch eine Absenkung der Economizeraustrittstemperatur noch geringfügig gesteigert werden, allerdings wäre in diesem Fall eine Schädigung der Schlauchfilteranlage durch Unterschreitung des Säuretaupunktes zu befürchten, da als Energieträger Altöl eingesetzt wird.

Im Winterbetrieb stellt sich die Hallenheizung als relativ schwach dimensioniert heraus. Daher sind beim Anlagenbetrieb die Hallentore geschlossen zu halten. Außerdem ist die Hallenentlüftung auf das erforderliche (behördlich vorgeschriebene) Maß zu reduzieren. Die Berechnung ergibt, dass die Kühlleistung des Kühlturm im Bedarfsfall noch um ca. 220 kW erhöht werden kann. Die Betriebsanlage kann durch eine bessere Leistungsregelung der Dampfkesselanlage optimiert werden, indem die Dampfproduktion enger an den aktuellen Heizdampfbedarf angepasst wird.

Die Heizenergie für das Bürogebäude könnte außerdem dem Kondensator der Verdampferanlage entnommen werden. Die Realisierung würde allerdings die Installierung eines vergrößerten Wärmetauschers erfordern.

Letztlich ist festzuhalten, dass die Energiekosten durch eine bessere Anpassung des elektrischen Lastmanagements an die aktuellen Betriebserfordernisse reduziert werden können.

=> Energieprojekt LOBBE mit Stoffflussdiagramm

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