Abfallbehandlung (flüssig)

„Die Behandlung von flüssigen, gefährlichen Abfällen mit chemisch-physikalischen Verfahren
umfasst folgende Ziele:

  • Verminderung des Gefährdungspotenzials
  • Chemische Umwandlung …, um diese physikalisch abtrennen zu können,
  • Trennung von Stoffgemischen mittels physikalischer Methoden,
  • Vorbehandlung von Abfällen für die … stoffliche oder thermische Verwertung,
  • Reduktion der Masse an zu deponierenden Abfällen,
  • Schaffung möglichst reaktionsträger, nicht verwertbarer Reststoffe,
  • Erlangung brennbarer Reststoffe in möglichst heizwertreicher Form,
  • Vermeidung einer Schadstoffverlagerung von Abfällen in andere Medien,
  • weitestgehende Betriebs- und Störfallsicherheit“
zitiert von: M. Wagner, H. Menapace, R. Frate: Stand der Technik bei der chemisch-physikalischen Behandlung von flüssigen Abfällen, IAE Leoben, 2010

Flüssige Abfälle werden häufig auch mit den Verfahrensstufen Verdampfung und Trocknung behandelt.
„Die Trocknung wird grundsätzlich durch die Prozesse Verdampfen, Verdunsten und Gefrieren erreicht. Dabei können Kontakt- Konvektions- und Strahlungstrocknungsverfahren eingesetzt werden.
Bei der Kontakttrocknung erfolgt die Wärmezufuhr durch den Kontakt des Mediums mit den heißen Wänden, welche über einen ständigen Strom verschiedener Medien wie Sattdampf oder Thermoöl erhitzt werden. Nach diesem Prinzip arbeiten Knettrockner, Dünnschichtverdampfer sowie Scheibentrockner und Dampfwirbelschichttrockner.
Bei der Konvektionstrocknung wird die Wärme durch heiße Gase auf das Medium übertragen. Das enthaltene Wasser verdampft und wird vom heißen Gasstrom, welcher aufgrund der hohen Temperatur eine hohe Wasseraufnahmekapazität besitzt, abgeführt. Zu den Konvektionstrocknern zählen Trommeltrockner, Bandtrockner und Wirbelschichttrockner. Die Brüden (Wasserdampf) werden bei beiden Trocknungsverfahren einer Nachreinigung unterzogen.
Bei der Strahlungstrocknung wird Wärme in Form von Strahlung auf das Medium übertragen. Der Abfall besitzt ein bestimmtes Absorptionsverfahren für die Strahlung. So wie er diese absorbieren kann, strahlt er auch eine langwellige Wärmestrahlung (Infrarot-Strahlung) ab.“

zitiert von: homepage der Forschungsinstitut für Wasser- und Abfallwirtschaft an der RWTH Aachen (FiW) e.V., 2010

Ein weiteres Verfahren um Schadstoffe aus Flüssigkeiten zu entfernen stellt die Strippung dar.

„Strippung oder Stripping ist ein physikalisches Trennverfahren, bei dem Stoffe aus einer flüssigen Phase durch Desorptionsvorgänge in die Gasphase überführt werden. Dazu wird die Flüssigphase im Gegenstromprinzip mit einem Gas in Kontakt gebracht.

Technisch wird die Strippung in der Regel in Füllkörperkolonnen ausgeführt. Über eine Düse wird die geförderte Flüssigkeit am Kopf der Kolonne fein verteilt, so dass diese über die Füllkörper in der Kolonne in den Sumpf rieselt. Im Gegenstrom wird das Strippgas (z. B. Luft) durch die Kolonne gefördert.

In der Abwasserreinigung können damit Ammoniak, Schwefelwasserstoff, Mercaptane, Phenole, organische Halogenverbindungen und Kohlenwasserstoffe entfernt werden.“

zitiert von: Seite „Strippung“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 11. April 2014, 06:45 UTC. URL: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Strippung&oldid=129410134 (Abgerufen: 11. September 2014, 16:47 UTC)

EnviCare® Engineering GmbH verfügt über Detailengineering- und Anwendungswissen für alle genannten Verfahren zur Reinigung flüssiger Abfälle. Beispielsweise sind Projekte um Sulfid aus dem Permeat von Umkehrosmose oder Ammonium aus Deponiesickerwasser zu strippen, anorganische Flüssigkeiten über Flockung/Fällung zu reinigen, organische Schlämme einzudicken und thermisch zu trocknen realisiert worden. Darüberhinaus sind zahlreiche Anwendungsfälle zur Reinigung wässriger Abfälle mit biologischen Behandlungsverfahren verwirklicht worden, die bereits an anderer Stelle beschrieben sind.

=> Stripper Erzberg

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